2017 ist viel passiert im Kosmosviertel! Was kommt 2018?

Im Kosmosviertel hat sich im Jahr 2017 sehr viel getan. Große Projekte sind angelaufen, neue Nachbar*innen haben am Quittenweg eine Unterkunft gefunden, Kaiser's wurde abgerissen, die Waschmaschinenbörse ist eröffnet – und nicht zuletzt grasen auf dem Abenteuerspielplatz zwei neue Ponys. Dies ist nur eine Auswahl ganz unterschiedlicher Ereignisse, die in den kommenden Jahren das Leben im Quartier spürbar verbessern und den Kiez zusammenrücken lassen.

Insgesamt wurden für das Kosmosviertel seit Projektbeginn ca. 700.000 Euro an Investitionen bewilligt. Neben den 150.000 Euro, die über das Quartiersmanagement zur Verfügung stehen, stammt der größte Teil der Summe aus einem Sonderfonds der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Mit Hilfe dieses Geldes konnten große, zukunftsweisende Projekte angeschoben werden, die im Kosmoskiez  zu einer besseren Nachbarschaft und Wohnumgebung beitragen.

Zwei Ponys als neue Freunde

Für die Kinder im Kiez ist wahrscheinlich die Ankunft der beiden neuen Ponys auf dem Abenteuerspielplatz Waslala das Ereignis der letzten Monate. Der Ankauf der Tiere erfolgte über das Projekt „Umweltbildung – Stadtkinder erleben Naturkreisläufe“, das den Kindern Umweltzusammenhänge und Wissen über Nutztiere und ökologische Kreisläufe nahebringen soll. Die Kinder übernehmen Verantwortung für die Tiere und erleben den Erfolg, wenn sie sich um sie kümmern. Zudem eröffnet in der Kita Sonnenschein demnächst eine Kinderküche, so dass das auf dem Abenteuerspielplatz selbst angebaute Gemüse auch gemeinsam gekocht werden kann.

Für die Kinder der Kita an der Milchstraße wurde das Projekt „Kosmos in Bewegung“ ins Leben gerufen. Um die Bewegung und Psychomotorik der ganz Kleinen zu fördern, wird auf dem Außengelände der Kita im nächsten Jahr ein Bewegungsparcours aufgebaut. Hier können bei Spiel und Spaß das Gleichgewicht, die Bewegungskoordination, Geschicklichkeit, Reaktionsfähigkeit und Entwicklung der Sinnesorgane geschult werden. 

Neue Plätze zum Spielen und neue Smartboards

Doch nicht nur die kleinen Kinder stehen im Fokus des Quartiersmangements, sondern für alle rund 1000 Kinder und Jugendliche im Gebiet sind Verbesserungen in Sicht. Bislang mussten sie auf Spiel- und Sportplätzen, die schon arg in die Jahre gekommenen sind, ihre Freizeit verbringen. Inzwischen lockt der Traktorspielplatz mit neuen attraktiven Spielgeräten und auf dem Spielplatz am Bürgerhaus werden im Frühjahr 2018 ebenfalls neue Geräte aufgestellt. Auch auf dem Bolzplatz in der Schönefelder Chaussee 191 mit seinen 625 Quadratmetern kann im nächsten Jahr endlich wieder der Ball rollen. Zur Eröffnung mit einem Fußballturnier wird der Platz mit einem neuen Bodenbelag und schicken Toren aufwarten. Außerdem hat man sich im Quartier auf die Fahne geschrieben, die Medienkompetenz der Kinder zu stärken. Die Grundschule am Pegasuseck, die zentrale Bildungseinrichtung für alle Kinder im Kosmosviertel, erhält sechs neue Smartboards. Das hohe Interesse der Kinder und Jugendlich und auch ihrer Eltern an Medien lässt sich so aufgreifen und sinnvoll in den Unterricht integrieren. Künftig sind die Hälfte aller Klassenräume mit einem Smartboard und den zugehörigen Laptops ausgestattet.

Das Cafè Quitte eröffnet

Das Hochseil-Event im Herbst 2017 war der spektakuläre Teil des halbjährigen Zirkusprojektes „Connecting People“, das Groß und Klein, Alt und Jung und neue und alte Bewohner*innen  herauslockte, um den gewagten Balancierakt zu bestaunen – jenseits von menschlichen und kulturellen Gräben. Die Unterkunft für Geflüchtete am Quittenweg liegt in unmittelbarer Nähe des Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi und des Kosmosviertels. Um diesen Menschen das Ankommen in Berlin zu erleichtern,und unkomplizierte Kontakte zwischen Alt- und Neuberlinern zu ermöglichen, wurde das Projekt rund um den Zirkus entwickelt. Im Februar 2018 wird außerdem das „Café Quitte“ eröffnet, ein weiterer Treffpunkt für die Nachbarschaft aus Neu- und Altberliner.

Auch im Alltag der Bewohner*innen hat sich im Kosmosviertel einiges in diesem Jahr getan. Seit Mai 2017 bis vorerst Ende 2018 bietet zum Beispiel der „Info Point Alleinerziehende“ zwei Mal wöchentlich seine Beratung im Kiez an. Er ist gedacht als Anlaufstelle für Alleinerziehende – aber auch für andere Eltern –, die Fragen zu Familie, Alltag und Arbeit haben. Im kommenden Jahr soll eine Mieter- und Sozialerstberatung folgen.

Zentraler Treffpunkt: Waschmaschinenbörse!

Und alle, die bislang nicht wussten, wo sie einen Kinoabend oder einen Stricknachmittag im Quartier veranstalten können, stehen nun Räume in der alten Waschmaschinenbörse für diverse Nachbarschaftsaktivitäten zur Verfügung. Das Projekt „Hallo Kosmos“ zusammen mit „Kiezband“ hat hier seine zentral gelegene Anlaufstelle eingerichtet. An diesem Ort sollen Information und Beteiligung der Anwohner*innen zusammenlaufen. Als allererste gemeinsame Aktion wurde der Weihnachtsmarkt zum Mitsingen zusammen mit dem Info-Punkt organisiert. 

Für die vielen im Kiez, die bislang keine Ahnung haben, was im Kosmosviertel überall los ist, wird künftig ein Wegweiser-System durch das Gebiet führen. Die Ausschilderung gehört zum Projekt „Freiraum gestalten“, das sich der Verbesserung des öffentlichen Raum widmet. Auch die Grafitti-Aktion der Jugendlichen an den Betonstelen zählt zu den Verschönerungsaktionen im Kiez, ebenso wie die neuen Bänke am KosmosForum. Ab dem nächsten Frühjahr werden viele weitere Gemeinschaftsaktionen in der Nachbarschaft starten.

Nur mit den Menschen möglich

Last but not least kümmerte sich das Quartiersmanagement auch um die Gewerbetreibenden im Kosmosviertel. Mit dem Abriss von Kaiser's und dem anstehenden Neubau des Edeka-Centers stehen große Veränderungen an. Die Vernetzung der Händler in der Ladenpassage ist deshalb angelaufen, die Gewerbetreibenden setzten sich auch schon an einem ersten Stammtisch zusammen. Ziel ist es, das Image und ihre Bekanntheit im Gebiet zu stärken.

 „Mit den Sondermittel konnten ganz viele große Projekte angeschoben werden, die viel bewegt haben“, fasst Quartiersmanager Daniel Fritz das vergangene Jahr zusammen. Besonders der Quartiersrat habe bei den Projekten super mitgearbeitet und ist eine sehr wichtige Stimme für die Nachbarn aus dem Kiez, so seine Erfahrung. "Ohne die vielen tollen Menschen aus dem Kosmosviertel, wären die Projekte so nicht möglich gewesen." Im Oktober 2018 steht die turnusmäßige Neuwahl dieses Rates an – ein wichtiger Termin, denn das Bewohnergremium ist an den Entscheidungen für Projekte immer beteiligt. In den kommenden Sommermonaten wird es vor allem viele kleine Aktionen im öffentlichen Raum geben. „Da sind noch stärker die Leute vor Ort gefragt, ihre Ideen bei uns vorbeizubringen und gemeinsam mit uns loszulegen“, gibt Fritz einen Ausblick ins nächste Jahr. „Ab Januar können uns die Leute uns die Türe auf jeden Fall die Türen einrennen.“

Neue Quartiersmanagerin ab Januar 2018

Auch im Quartiersmanagement-Team stehen Veränderungen an. Wie Quartiersmanagerin Marieke Piepenburg auf dem letzten Abendbrot bekanntgab, wird sie Ende Januar 2018 Berlin in Richtung Spanien verlassen. Ihre Nachfolgerin wird Carolin Schmidt, die in den letzten vier Jahren als Quartiersmanagerin im Potsdamer Stadtteil Drewitz gearbeitet hat. Ganz neu in der Stadt ist Carolin Schmidt aber nicht. „Ich habe in Berlin studiert“, berichtet sie. Ab Januar wird sie zusammen mit Daniel Fritz, Tobias Woskowski, Ishtar Al Jabiri und Simone Liebel das QM- und BENN-Team des Kosmosviertels bilden. Alle sind gespannt, was für neue Projekte und Aktionen das kommende Jahr mit sich bringen wird, die das Kosmosviertel nochmal ein Stück schöner und lebendiger machen.