Es tut sich was im Kosmosviertel

Foto: Schuster

Ein samstäglicher Kiezspaziergang durch das Kosmosviertel zeigt: Die Bepflanzung der Hochbeete geht voran und die Teams der Kiezolympiade geben alles. Auch auf dem Areal der ehemaligen Ruine tut sich was.

Die Hochbeet-Begrünung

Am 19. und 20. August stand die nächste Etappe der Hochbeet-Bepflanzung an. Das zweite Areal wurde in Angriff genommen. Zehn Anwohnerinnen und Anwohner hatten sich im Laufe der zwei Tage zusammengefunden, um die alten, ungepflegten Büsche und das Unkraut zu entfernen. Viel Schweiß ist geflossen, bevor neue Blumen eingesetzt werden konnten. „Das ist sehr viel Arbeit“, bemerkte Anwohnerin Christiane Giersch zu Recht. Josh Lang, der Initiator der Nachbarschaftsaktion, war zuversichtlich: „Wir wollen zeigen: dieser Kiez hat was!“ Deshalb hatte er zuvor Fördergelder für nachbarschaftliche Projekte beim Quartiersmanagement beantragt. Frau Reichert als tatkräftige Anwohnerin spendete auch gleich ein paar Pflanzen aus ihrem privaten Garten für die Neubepflanzung. „Vielleicht finden sich ja Nachahmer“, sagte sie. Dem ersten Beet mit seinen blühenden Blumen haben die Nachbar*innen den vielversprechenden Namen „Hoffnung“ gegeben. Die anliegenden Geschäfte übernehmen Patenschaften für die Beete, damit die Blumen alle noch lange erfreuen: „Sport Runners“ und „Doc Morris“ machen den Anfang und werden die Pflanzen in Zukunft wässern. Wer mitmachen oder Stauden und Gartengeräte spenden möchte, meldet sich einfach beim Team vom Quartiersmanagement.

Dein Mikro-Kosmos

Ein paar Schritte weiter an dem Grundstück der alten Ruine, jener großen Fläche neben dem „Kaiser's“-Supermarkt, steht seit kurzem eine unübersehbare Wünschetafel. Hier können die Anwohner*innen schon jetzt ihre Ideen und Vorstellungen aufschreiben, was demnächst auf der Brache passieren soll. Es ist schon einiges zusammengekommen: von Familiengarten über Skaterpark bis hin zu Open-Air-Kino reicht die Spanne. Aufgestellt wurde die Tafel von „Tripolis“, dem Träger des Projekts „Dein Mikro-Kosmos". Bis zum Jahresende wird dieses erste Starterprojekt im Kosmosviertel vom Quartiersmanagement mit 20.000 Euro gefördert. Als nächstes finden in den ersten September-Wochen Ideenwerkstätten statt, um mit den Bewohner*innen des Kiezes konkreter über ihre Wünsche zu sprechen und weitere Ideen zu entwickeln, die gemeinsam auf der Fläche umgesetzt werden können. Außerdem ist in Kürze der Bau eines Schriftzugs wie in Hollywood geplant. Dabei wird die Kita an der Milchstraße mit einer Vorschulgruppe mitbauen. Kurz danach ist dann geplant einen großen Pavillon zu bauen. Dieser soll vor Wind und Wetter schützen, Platz für kleinere Veranstaltungen und zudem eine Freiluft-Bühne bieten.

Die Kiezolympiade

Und dann schwärmten am Samstag auch noch die Teams der Kiezolympiade ins Kosmosviertel aus, um sich an verschiedenen Stationen spielerisch zu messen. Die Eröffnung der Olympiade hatte man zuvor stilecht mit olympischer Fackel im Zirkuszelt von Cabuwazi, dem Veranstalter des Wettbewerbs, gefeiert. Dass es für die Kinder und Jugendlichen später aber mehr um Spiel und Spaß als um beinharten Wettkampf ging, konnte man schon an den Namen der Teams ablesen: Da traten unter anderem die „Regenwürmer“ gegen die „Superkids“ an. Beim Balancierlauf oder Süßigkeitenweitwurf bewiesen alle großes Geschick und hatten viel Spaß. Es wurden fleißig Punkte gesammelt, so dass zum Schluss jeder einen Preis erhielt. Auch die Kiezolympiade erhielt vom Quartiersmanagement eine "Finanzspritze für Geistesblitze" als nachbarschaftliches Projekt.