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In der Theodor-Storm-Grundschule wurden mehrere, neu ausgestattete Räume eingeweiht, wo das Lernen richtig Spaß macht

Die Freude war groß, als die neu eingerichteten Räume beim Eröffnungsfest am 21. Februar von den Jungen und Mädchen in Besitz genommen werden konnten. „Darauf haben wir so lange gewartet, endlich können wir im Nawi-Raum wieder forschen und experimentieren“, meinte eine Schülerin bei der Schülerversammlung in der Turnhalle. Bezirksstadtrat Jochen Biedermann und Hendrik Hübscher von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen durchschnitten zur symbolischen Einweihung der Räume ein Band.

Die Kinder haben mitgeplant

Im Rahmen des Projekts „Partizipative Gestaltung und Ausstattungsverbesserung von Lernorten an der Theodor-Storm-Grundschule“ wurden 100 000 Euro aus dem Programm Soziale Stadt investiert, unter anderem in nagelneue Glasvitrinen, Werkzeuge und Geräte wie beispielsweise einen Mixer für Milchshakes. Aus Bezirksmittel waren die Räume renoviert und hergerichtet worden. In enger Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Donaustraße-Nord wurde das Projekt von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Berlin Kreisverband Südost e.V. als Träger der Schulstation und des Horts umgesetzt. Start war bereits im Sommer 2018. „Es war ein langer Prozess, bei dem wir die Kinder immer wieder gefragt haben, was sie sich vorstellen“, erklärte Schulleiterin Margret Walz. Bei mehreren Ideenfindungsrunden und Kinderkonferenzen wurde am Konzept gefeilt und am Ende abgestimmt. „Wir brauchen neue Lernorte“, betonte die Schulleiterin. Denn Lernen bedeutet längst nicht mehr, dass jemand vorne an der Tafel steht und etwas erklärt. Auch die Grenzen zwischen Unterricht und Freizeit verwischen immer mehr – und das sei auch gewollt.

Aus dem Abstellraum wurde ein Forschungslabor

Lernen findet beispielsweise in der Kreativwerkstatt statt, wo an der nagelneuen Werkbank mit Holz gebaut werden kann. Weitere Highlights zum kreativen Austoben: die Standbohrmaschine und den Töpferofen, den sich die Schüler*innen ausdrücklich gewünscht hatten. „In diesem Raum und mit diesen Werkzeugen könnte zum Beispiel der Kiezgarten für den Donaukiez gebaut werden“, sagte Henning Dietz von der AWO, der mit sichtlicher Begeisterung durch die neuen Räume führte. Nebenan, im neuen Forschungslabor – vorher ein Abstellraum – soll künftig der naturwissenschaftliche Unterricht der fünften und sechsten Klassen stattfinden. Für den Pausenhof wurden unter anderem ein Trampolin und mehrere Kinderfahrzeuge angeschafft. Beides kommt bei den Kindern richtig gut an. Und am neuen Bewegungsraum haben die Schüler*innen nur eins auszusetzen: der Name ist langweilig. „Es ist ein toller Raum geworden“ freut sich Henning Dietz. Neben einer Hängematte, bunten Sitzkissen und einer Schaukel gibt es auch eine Multimediaanlage inklusive Beamer. Hier können die Kinder klettern, turnen, schaukeln oder einfach nur Spaß haben. Die Möbel sind schnell zur Seite geräumt, so dass auch Tanz-Workshops oder Kino-Vorführungen möglich sind. Ein zweiter Bewegungsraum wurde im Hort eingerichtet.

Die Schulleiterin dankte allen Partnern für die gute Zusammenarbeit: „Wenn viele Leute an einem Strang ziehen, dann geht es voran“, so Margret Walz. „Wir haben noch viele Ideen im Kopf auf dem Weg zur perfekten Schule“